Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 05.11.2018

Bayern-Schreck: Rödinghausens Pokalheld Meyer trifft weiter

16. Spieltag der Regionalliga West

Erzielt das 1:0 gegen die U21 des 1. FC Köln: Rödinghausens Julian Wolff (Archiv-Foto: Getty Images)
Erzielt das 1:0 gegen die U21 des 1. FC Köln: Rödinghausens Julian Wolff (Archiv-Foto: Getty Images)

Vier Tage nach dem Feiertag im DFB-Pokal und der grandiosen Leistung gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München (1:2) waren die „Helden“ des SV Rödinghausen nicht müde. Das Team von Trainer Enrico Maaßen setzte sich am 16. Spieltag gegen die abstiegsbedrohte U21 des 1. FC Köln 2:0 (2:0) durch und verbesserte sich auf Rang vier.

Abwehrspieler Julian Wolff (10.) brachte die Ostwestfalen mit einem Kopfballtor in Führung, ehe SVR-Mittelfeldspieler Linus Meyer (18.) mit dem Treffer zum 2:0-Endstand unter Beweis stellte, dass er nicht nur gegen Bayern Münchens Kapitän und Nationaltorhüter Manuel Neuer Tore erzielen kann. Die Gäste aus Köln, die nur eine ihrer 16 Partien in der laufenden Spielzeit für sich entscheiden konnten, bleiben auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Ebenfalls Anschluss an die Spitzengruppe hält Rot-Weiss Essen nach dem 2:1 (1:0) beim SC Wiedenbrück . Die Führung der Gäste aus dem Ruhrgebiet durch Lukas Scepanik (34.) konnte zwar David Loheider (68.) vor 1 102 Zuschauern für Wiedenbrück ausgleichen. Dann aber bewies RWE-Trainer Karsten Neitzel ein glückliches Händchen. Der nur sechs Minuten zuvor eingewechselte Enzo Wirtz (81.) erzielte für RWE den Siegtreffer.

Die Essener mussten unter anderem auf ihren Kapitän Benjamin Baier (fünfte Gelbe Karte) und ihren besten Torschützen Florian Bichler (Bruch des Fersenbeins und Bänderriss) verzichten.

Viktoria Köln verspielt 2:0-Vorsprung

Der souveräne Spitzenreiter und bereits feststehende Herbstmeister FC Viktoria Köln blieb zwar zum neunten Mal hintereinander unbesiegt, verspielte beim 2:2 (2:1) gegen den Aufsteiger SV Straelen aber einen 2:0-Vorsprung.

Auch ohne den rotgesperrten Spielführer Mike Wunderlich legte die Viktoria gleich munter los, jubelte nach einem Doppelschlag durch Steffen Lang (12.) und Kevin Holzweiler (13.) zweimal innerhalb weniger Sekunden. Straelens japanischer Torjäger Shun Terada (32./54.) sicherte den Gästen aber mit seinen Saisontreffern sieben und acht noch das Remis.

Trotz des Punktverlustes weist Viktoria Köln jetzt sogar neun Zähler Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Rot-Weiß Oberhausen auf, der sich bereits am Freitag 3:1 gegen den starken Neuling SV Lippstadt 08 durchgesetzt hatte. Die U23 von Borussia Dortmund verpasste nämlich durch die 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach den möglichen Sprung auf Platz zwei sowie die Chance, den Abstand zur Spitze zumindest auf sieben Punkte zu verringern.

Der BVB, der mit Alexander Isak, Dzenis Burnic und Sergio Gomez erneut einige Profis in seiner Startformation hatte, geriet durch ein Tor von Charalambos Makridis (38.) 0:1 in Rückstand. Den Endstand stellte der eingewechselte Justin Steinkötter (87.) her. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gladbacher bereits in Unterzahl, weil kurz zuvor ihr Routinier Markus Pazurek wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (84.).

Zehntes Unentschieden für Verler „Remis-Könige“

Nach zuvor einem Sieg und einer Niederlage wurden die Spieler des SC Verl in der vorletzten Runde der Hinserie wieder ihrem Ruf als „Remis-Könige“ gerecht. Das 2:2 (1:1) bei der SG Wattenscheid 09 war für die Ostwestfalen im 16. Spiel bereits das zehnte Unentschieden (bei jeweils drei Siegen und Niederlagen). Matthias Haeder (38.) und Bastian Müller (68., Foulelfmeter) waren für die Verler erfolgreich. Sebastian van Santen (42.) und Julijan Popovic (56.) sorgten für die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Hausherren. Seit sechs Spieltagen konnte Wattenscheid 09 nicht mehr gewinnen, rangiert zwei Punkte vor einem möglichen Abstiegsplatz.

Bereits den dritten Dreier hintereinander landete die U23 von Fortuna Düsseldorf mit dem 3:0 (1:0) gegen Schlusslicht TV Herkenrath 09 und baute damit den Abstand zur Gefahrenzone auf sieben Zähler aus. Doppeltorschütze Dario Bezerra Ehret (45.+3/71.) und der nur drei Minuten zuvor eingewechselte Tim Kaminski (87.) ließen die Fortuna jubeln. Wegen einer Unsportlichkeit unmittelbar nach seiner Auswechslung handelte sich Herkenraths Abwehrspieler Joran Sobiech die Gelb-Rote Karte ein (73.). Der 22-jährige Bruder von Bundesligaprofi Lasse Sobiech (1. FC Köln) hatte eine Flasche wutentbrannt auf den Boden geworfen.

Der Wuppertaler SV kam gegen Neuling 1. FC Kaan-Marienborn nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Das erste Saisontor von WSV-Angreifer Kevin Hagemann (22.) reichte vor 2 152 Zuschauern nicht, weil Jannik Schneider (26.) nur wenig später ausgleichen konnte.

Bereits am Freitag musste sich der Tabellenvierte Alemannia Aachen beim abstiegsbedrohten Bonner SC mit einem 1:1 (1:1) zufriedengeben. Stipe Batarilo-Cerdic (15.) für Aachen und Dennis Engelmann (18.) für Bonn erzielten die frühen Tore vor 1221 Besuchern im Sportpark Nord. Auswärts holte die Alemannia zwei von neun möglichen Punkten aus den zurückliegenden drei Spielen. mspw

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