Westdeutscher Fussballverband e.V.
Herren-Regionalliga West 27.09.2021

RWE und RWO für Revierderby gerüstet

9. Spieltag in der Herren Regionalliga West

RWE und RWO für Revierderby gerüstet

Rot-Weiss Essen führt auch nach dem 9. Spieltag die Tabelle in der Regionalliga West an. Im Auswärtsspiel beim SV Lippstadt 08 setzte sich das Team von Trainer Christian Neidhart 2:1 (1:0) durch und fuhr damit bereits den sechsten Dreier in Folge ein.

Vor den in Lippstadt maximal zugelassenen 800 Zuschauer*innen sorgten die beiden etatmäßigen Abwehrspieler José-Enrique Rios Alonso (39.) und Sandro Plechaty (75.) für die RWE-Treffer. Paolo Maiella (67.) ließ die Gastgeber mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich auf einen Punktgewinn hoffen. In der Schlussphase mussten die Essener, die zuvor zahlreiche Torchancen nicht genutzt hatten, noch einige bangen Minuten überstehen, brachten den Vorsprung aber auch dank Torhüter Daniel Davari über die Zeit.

RWE geht damit auch am nächsten Samstag, 2. Oktober (ab 14 Uhr), als Spitzenreiter in das Revierderby gegen den ersten Verfolger Rot-Weiß Oberhausen, der sich mit einem 4:0 (1:0) gegen Rot Weiss Ahlen für das Topspiel empfahl. Besonders der frühere Essener Sven Kreyer (33./49., Foulelfmeter/54.) stellte mit drei Treffern seine starke Form erneut unter Beweis und hat damit in dieser Saison schon sieben Tore erzielt. Den Schlusspunkt für die "Kleeblätter" setzte Anton Heinz (59.) vor 2047 Besucher*innen.

 

Gladbacher Schroers schockt Alemannia spät

Einen herben Rückschlag musste Alemannia Aachen durch die 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach einstecken. Vor 4200 Zuschauer*innen im Tivoli-Stadion kassierte die Mannschaft von Trainer und Ex-Nationalspieler Patrick Helmes erst in der Schlussphase durch den eingewechselten Mike Schroers (86.) das einzige Tor der Partie und verpasste dadurch den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Die jungen "Fohlen" sind seit vier Begegnungen ungeschlagen (zwei Siege, zwei Remis).

Der Tabellenvorletzte Bonner SC ging vor eigenem Publikum ebenfalls leer aus, unterlag der U 23 von Fortuna Düsseldorf 0:3 (0:1). Kapitän Tim Oberdorf (43.), älterer Bruder von Frauen-Nationalspielerin Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg), brachte die Fortuna kurz vor der Pause auf die Siegerstraße. Phil Sieben (53.) und Jungprofi Lex Tyger Lobinger (79.), Sohn des früheren Weltklasse-Stabhochspringers Tim Lobinger, machten alles klar.

 

1:2! KFC Uerdingen 05 bleibt am Tabellenende

Der frühere Bundesligist KFC Uerdingen 05 belegt weiterhin den letzten Tabellenplatz. Die Krefelder, die zuletzt dreimal in Folge zu Unentschieden gekommen waren, verloren ihr Heimspiel gegen den SV Rödinghausen 1:2 (0:1) und sind damit weiterhin sieglos. Besonders bitter für den KFC: Der entscheidende Gegentreffer fiel erst tief in der Nachspielzeit. Der eingewechselte Niklas Wiemann (90.+5) ließ die Gäste jubeln.

Während der ersten Halbzeit hatte Abwehrspieler Julian Wolff (39.) Rödinghausen in Führung gebracht. Abdul Fesenmeyer (57.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich. Für den SVR war es unter dem neuen Trainer Carsten Rump der dritte Sieg aus den zurückliegenden vier Begegnungen. Der Abstand zur Gefahrenzone der Liga wuchs auf vier Punkte an.

Der VfB Homberg bremste seinen Abwärtstrend nach drei Niederlagen hintereinander durch das 0:0 gegen den Meisterschaftsaspiranten Fortuna Köln. Die Domstädter blieben zwar auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen, sind jetzt aber schon fünf Punkte von der Tabellenspitze entfernt und haben außerdem eine Partie mehr ausgetragen als Ligaprimus Rot-Weiss Essen.

 

Kölner Dietz und Obuz schnüren Doppelpacks

Nach zuvor zwei Niederlagen meldete sich die U 21 des 1. FC Köln mit einem 4:0 (1:0) gegen die Sportfreunde Lotte eindrucksvoll zurück und hält Anschluss an die Spitzengruppe. Mit seinen Saisontreffern acht und neun stellte Florian Dietz (13./62.) die Weichen für die Gastgeber auf Sieg und übernahm damit auch die alleinige Führung in der Torjägerliste der West-Staffel. In der Schlussphase schnürte Marvin Obuz (78./86.) ebenfalls einen Doppelpack. Die Sportfreunde, die ihr erstes Spiel nach einer dreiwöchigen Corona-Pause bestreiten, gingen auch in der vierten Auswärtspartie in dieser Saison leer aus.

Der SC Wiedenbrück kam im Heimspiel gegen den FC Wegberg-Beeck nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Dabei gerieten die Ostwestfalen durch einen Treffer von Sebastian Wilms (10.) in der Anfangsphase sogar 0:1 in Rückstand. Benedikt Zahn (34.) glich zum Endstand aus. Seit sechs Spieltagen musste Wiedenbrück keine Niederlage mehr hinnehmen. Wegberg-Beeck wartet nach dem dritten Remis hintereinander weiter auf den ersten Sieg.

Keinen Sieger gab es auch beim 1:1 (0:0) zwischen der U 23 des FC Schalke 04 und dem SV Straelen. Ein Eigentor von S04-Kapitän Mika Hanraths (54.) bescherte den Gästen aus dem Grenzland die 1:0-Führung. Kurz vor dem Abpfiff bewahrte der erst fünf Minuten zuvor eingewechselte Mateo Aramburu (89.) die "Knappen" vor einer Heimniederlage. 

 

Münster: Fast 5000 Fans sehen torloses Topspiel

Die beiden Traditionsvereine SC Preußen Münster und Wuppertaler SV trennten sich am 9. Spieltag in der Regionalliga West im Topspiel torlos 0:0. Damit verpassten die beiden punktgleichen Teams (jeweils 18 Zähler) den möglichen Sprung auf den zweiten Tabellenplatz und verloren wertvollen Boden auf Spitzenreiter Rot-Weiss Essen (21 Punkte), der außerdem noch eine Partie weniger ausgetragen hat.

Gleich in der Anfangsphase hatte WSV-Abwehrspieler Lion Schweers, der früher selbst für Münster am Ball war, vor 4778 Zuschauer*innen per Kopfball nach einer Ecke die große Chance zum Führungstreffer, scheiterte aber an Münsters Schlussmann Maximilian Schulze Niehaus. Auf der Gegenseite traf Simon Scherder nur wenig später mit dem Hinterkopf die Latte des Wuppertaler Tores. In der zweiten Halbzeit hatte WSV-Offensivspieler Semir Saric die beste Möglichkeit zum Siegtor, konnte Schulze Niehues jedoch mit einem Schlenzer ebenfalls nicht überwinden.

"Es gab kaum große Chancen auf beiden Seiten, daher geht das Unentschieden auch in Ordnung", gab Preußen Münsters Kapitän Julian Schauerte zu: "Ein paar Abläufe passten bei uns nicht so richtig." Während die Gastgeber nur eines ihrer zurückliegenden fünf Punktspiele für sich entscheiden konnten, blieb der Wuppertaler SV zum sechsten Mal hintereinander ungeschlagen (vier Siege, zwei Remis). Beide Mannschaften haben ihre bisher jeweils einzige Niederlage in dieser Saison gegen Rot-Weiss Essen kassiert. 

 

Autor/-in: mspw

 

 

 

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