Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 12.09.2019

SG Wattenscheid 09 will Spielbetrieb fortsetzen - Live auf SPORT1 gegen Aachen

Nach Insolvenzantrag

Bei der SG Wattenscheid soll der Spielbetrieb weiter gehen. (Archivfoto: Gerry Images)
Bei der SG Wattenscheid soll der Spielbetrieb weiter gehen. (Archivfoto: Gerry Images)

Die SG Wattenscheid 09 will trotz des eingereichten Insolvenzantrags den Spielbetrieb in der laufenden Saison in der Regionalliga West fortsetzen. Die nächste Herausforderung für die Mannschaft von SGW-Trainer Farat Toku steigt am Montag mit dem Live auf SPORT1 übertragenen Heimspiel gegen Alemannia Aachen. 

Das gab der ehemalige Bundesligist aus Bochum jetzt bekannt. Zuvor hatte das zuständige Amtsgericht Bochum die Kölner Rechtsanwältin Dr. Anja Commandeur zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt.

In einer Mitteilung der SG Wattenscheid heißt es: „In ersten Gesprächen zwischen den Gremien des Vereins und Dr. Anja Commandeur wurden die Ursachen der Insolvenz analysiert und die Möglichkeiten einer Sanierung der SG 09 Wattenscheid e.V. erörtert. Vordringliches Ziel ist es nunmehr, Sponsoren zu gewinnen, um den Spielbetrieb langfristig aufrecht erhalten zu können und den Verein im Wege eines Sanierungsplanes in eine schuldenfreie Zukunft führen zu können.“

Schon seit Jahren wurde der Traditionsverein immer wieder von finanziellen Schwierigkeiten geplagt. Erst vor wenigen Monaten hatte eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion dazu geführt, dass die SG Wattenscheid 09 den Spielbetrieb in der Regionalliga West fortsetzen konnte. Im Juli trat dann allerdings der Aufsichtsratsvorsitzende und vorherige Hauptsponsor Oguzhan Can von seinem Amt zurück. Die Folge waren erneute Engpässe.

Durch den Insolvenzantrag muss die SG Wattenscheid 09 laut DFB-Spielordnung mit einem Abzug von neun Punkten durch den Westdeutschen Fußballverband (WDFV) rechnen. Der WDFV ist Träger der Regionalliga West. 

Text: FUSSBALL.DE/mspw

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