Westdeutscher Fussballverband e.V.
Gesellschaftliche Verantwortung 09.03.2022

So helfen die Verbände und Amateurvereine

Solidarität mit der Ukraine

Der große Wunsch der Fußballfamilie: Frieden in der Ukraine. (Symbolbild: Getty Images)
Der große Wunsch der Fußballfamilie: Frieden in der Ukraine. (Symbolbild: Getty Images)

In Form von Schweigeminuten haben Fußballer aus den ersten drei deutschen Profiligen und aus den Amateurspielklassen von der Regional- bis zur Kreisliga zuletzt den Opfern des sinnlosen russischen Angriffskriegs auf das Nachbarland Ukraine gedacht. Die Unterstützung für die notleidenden Menschen dort geht allerdings über moralische Gesten weit hinaus.

Wie die Fußball-Gemeinschaft ihre uneigennützige Solidarität mit der Ukraine zeigt, verdeutlichen diese Geschichten, die FUSSBALL.DE hier beispielhaft für viele andere Vereine, Mannschaften, Spieler, Trainer und Funktionäre in ganz Deutschland aufgeschrieben hat. 

So hat der Deutsche Fußball Bund über seine Egidius-Braun-Stiftung und die Stiftung "Die Mannschaft" 100.000 Euro als Soforthilfe angewiesen, der Unternehmer Dietmar Hopp, Mäzen von 1899 Hoffenheim , hat die Summe um eine Million Euro aus seinem Privatvermögen aufgestockt. Viele Klubs haben eigene Initiativen gestartet, um die Menschen in der Ukraine zu unterstützen. 

So hat der 1. FC Köln nicht nur mit seiner Teilnahme an der Friedensdemo am Rosenmontag in der Domstadt ein Zeichen für Frieden gesetzt, sondern ruft über seine Stiftung 1. FC Köln in Zusammenarbeit mit dem deutsch-ukrainischen Verein Blau-Gelbes Kreuz zu Spenden auf. Aus der polnischen Hauptstadt Warschau hat das Blau-Gelbe Kreuz inzwischen Ukrainerinnen und Ukrainer nach Köln geholt, wo die Menschen weiter versorgt werden. 

Sofort nach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine wurde auch Rot-Weiss Essen aktiv. Der frühere Bundes- und heutige Regionalligist hat eine besondere Beziehung zu dem osteuropäischen Land – und zwar über Igor Denysiuk. Der frühere RWE-Profi stammt aus der Nähe von Kiew, 1998 kam er nach Essen und spielt heute noch in der Traditionsmannschaft des Revierklubs. Familie und viele Freunde leben in der Ukraine, müssen um ihre Existenz fürchten. Für Igor Denysiuk war sofort klar, wie er helfen will.  

Vorsitzender des FC Kray bringt Hilfsgüter selbst ins Krisengebiet 

Bereits auf dem Weg ins Krisengebiet sind Fahrzeuge des RWE-Nachbarn FC Kray . Am Montag hatte der Oberligist über seine Kanäle um Sachspenden für die Menschen in der Ukraine gebeten. Das Echo war überwältigend, innerhalb von drei Tagen brachten die Menschen so viele Hilfsgüter zum Sportplatz, dass ein 40-Tonnen-Truck und vier weitere 7,5-Tonnen-Laster voll beladen werden konnten. Spontan beteiligten sich unter anderem das UniKlinikum Essen, die Contilia-Gruppe, Oberbürgermeister Thomas Kufen mit Hilfe der Feuerwehr Essen, die Stiftung Krankenhaus Bethanien Moers sowie die Katharina Kasper-Stiftung. Krays Vorsitzender Jörg Islacker und der Sportlicher Leiter Mladen Bosnjak ließen es sich nicht nehmen, persönlich einen der LKW zu Kontaktpersonen an der polnisch-ukrainischen Grenze zu bringen. 

Mitarbeiter und Freunde des westfälischen Oberligisten TuS Ennepetal und anderer Vereine der Region haben im Laufe der vergangenen Tage mehrere LKW mit Hilfsgütern nach Elk im Osten Polens gebracht, um sie vor Ort dem ehemaligen TuS-Spieler Radek Dorszewski zu übergeben. Er verteilt sie an die Menschen aus der Ukraine, die dort ankommen. 

Hier können Sie weitere Beispiele lesen, wie Vereine die Menschen in der Ukraine unterstützen.

Die Fußballfamilie hilft weiter - Unter anderem hier können Sie Geld spenden:

DFB-Stiftung Egidius Braun

IBAN DE60 6705 0505 0000 0019 29
Sparkasse Rhein Neckar Nord 

Autor/-in: FUSSBALL.DE/Günter Schneider

Spielberechtigungen Regionalliga West