Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 13.02.2020

Spitzenreiter SV Rödinghausen will in der Regionalliga West bleiben

Verzicht auf 3. Liga-Zulassung

Trainer Enrico Maaßen hat Rödinghasuen auf den ersten Platz in der Regionalliga West geführt. (Archiv-Foto: Getty Images).
Trainer Enrico Maaßen hat Rödinghasuen auf den ersten Platz in der Regionalliga West geführt. (Archiv-Foto: Getty Images).

Der SV Rödinghausen verzichtet trotz aussichtsreicher sportlicher Perspektive vorerst auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga. Der Tabellenführer der Regionalliga West teilte mit, dass der ostwestfälische Verein für die Saison 2020/21 keine Drittliga-Lizenz beantragen werde. Das teilten die Ostwestfalen am Donnerstag offiziell mit, nachdem die Vereinsführung Trainer Enrico Maaßen und die Mannschaft über die Entscheidung informiert hatte. Bis zum 2. März hätte der Verein noch Zeit gehabt, die Zulassungsunterlagen einzureichen. 

"Wir sind Rödinghausen. Wir bleiben Rödinghausen. Wir bleiben Regionalliga", lautet die Überschrift einer Mitteilung auf der Vereins-Homepage des SV Rödinghausen. Immer wieder hatten sich Vorstand, Sponsoren und Geschäftsführung nach Angaben des Vereins, der vor zehn Jahren noch in der Kreisliga gespielt hatte, in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv beraten. Trotz der äußerst positiven sportlichen Entwicklung und der großen Chance auf den Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga West entschied sich der SVR jedoch gegen einen möglichen Aufstieg. 

„Ich bin froh, dass wir alle gemeinsam rechtzeitig zu einer Entscheidung gekommen sind, die dem SV Rödinghausen eine nachhaltige und gesunde Zukunft sichern wird. Wir haben die Anforderungen des DFB bis ins letzte Detail geprüft, gerechnet, diskutiert und sind zum Entschluss gekommen: Wir werden die Lizenz für Liga 3 nicht beantragen. Oberflächlich betrachtet kannst du das niemandem erklären. Etwas genauer betrachtet ist das jedoch die einzig richtige Entscheidung.“, wird SVR- Geschäftsführer Alexander Müller zitiert. Bereits in der Vorsaison hatte Rödinghausen auf einen Lizenzantrag für die 3. Liga verzichtet.

Entscheidender Knackpunkt für die Verantwortlichen war das Wiehenstadion, das bislang nur etwa 2500 Zuschauern Platz bietet. In der 3. Liga ist ein Fassungsvermögen von mindestens 10.001 Plätzen erforderlich. 

Der Verein will nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen in die weitere Planung gehen und am Projekt Zukunft arbeiten. Geschäftsführer Alexander Müller sagt: „Wir wollen jeden Spieler besser machen. Wir wollen fördern, so wie bisher auch. Unser Verein darf auch in Zukunft eine Art Qualitätszentrum für den Fußball sein. Wir wollen auch in Zukunft zu den Topmannschaften der Regionalliga zählen und uns möglichst für den DFB-Pokal qualifizieren.

Rödinghausen führt die Tabelle nach dem 24. Spieltag mit 53 Punkten an und hat sieben Zähler Vorsprung zum SC Verl (46). Der Tabellenzweite hat allerdings drei Partien weniger ausgetragen. Weitere Verfolger sind RW Oberhausen (44 Punkte) und RW Essen (41). Der Vertreter der West-Staffel muss sich im Mai noch in zwei Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen den Meister der Regionalliga Nordost behaupten.

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