Westdeutscher Fussballverband e.V.
Jugend-Fußball 15.08.2019

FAQ zum Thema Stützpunktkoordinatoren

Talentförderprogramm

Talentförderprogramm des DFB: Stützpunktkoordinatoren sind eine Schnittstelle. (Foto: DFB)

Die Stützpunktkoordinatoren bilden im Talentförderprogramm die Schnittstelle zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), den Landesverbänden und den Stützpunkten. Doch was machen Stützpunktkoordinatoren eigentlich? Wo arbeiten sie? Und wie tauschen sie sich untereinander aus? FUSSBALL.DE beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie viele Stützpunktkoordinatoren gibt es?

In den 21 Landesverbänden sind aktuell 29 hauptamtliche DFB-Stützpunktkoordinatoren tätig. Grundsätzlich ist ein Stützpunktkoordinator für einen Landesverband zuständig, je nach Größe des Verbandes kommen aber auch mehrere Koordinatoren zum Einsatz. Als Sportlicher Leiter des DFB-Talentförderprogramms ist Damir Dugandzic für die sportfachliche Anleitung der Koordinatoren verantwortlich.

Welche Aufgaben hat ein Stützpunktkoordinator?

Zu den Hauptaufgaben eines Stützpunktkoordinators zählen,

  • die Koordination und Umsetzung des DFB-Talentförderprogramms zur Talentsichtung und -förderung
  • die Trainerentwicklung, indem er Trainertalente für die Tätigkeit in den Stützpunkten entdeckt und fördert,
  • und die Vermittlung der Spiel- und Trainingsphilosophie an die Basis als verlängerter Arm des DFB.

Darüber hinaus sind die DFB-Koordinatoren in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv und versuchen, das DFB-Talentförderprogramm weiterzuentwickeln. Unter anderem beschäftigen sie sich dabei mit Themen wie Talentsichtungskriterien, Individualisierung, motivierendes Coaching oder Methodik. Außerdem sind sie maßgeblich an den Inhalten der DFB-Infoabende beteiligt, welche zweimal jährlich an allen 366 Stützpunkten stattfinden und dem Austausch zwischen den Vereinstrainern und den Stützpunkttrainern dienen.

Steht ein Stützpunktkoordinator auch selbst als Trainer auf dem Platz?

Mindestens einmal wöchentlich besuchen die Stützpunktkoordinatoren die DFB-Stützpunkte vor Ort. Dort unterstützen sie die Stützpunkttrainer während den Trainingseinheiten und geben ihnen konkrete Verbesserungsvorschläge. In der Regel betreuen sie außerdem als haupt- und nebenverantwortliche Trainer die jüngsten Auswahlmannschaften der Landesverbände.

Wo arbeitet ein Stützpunktkoordinator?

Ein Stützpunktkoordinator ist viel auf den regionalen Sportplätzen unterwegs. Neben Vereinsbesuchen und Zusammenkünften mit Trainerkollegen reist er auch zu Sichtungszwecken zu Spielen und Turnieren. In seiner Funktion als "Mittler" zwischen Landesverband und DFB arbeitet der Koordinator jedoch hauptsächlich in und mit seinem Landesverband in der jeweiligen Sportschule, wo ihm auch fast immer ein eigener Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird. Welcher Koordinator für welche Region zuständig ist, geht aus der interaktiven Deutschlandkarte hervor.

Wie tauschen sich die Stützpunktkoordinatoren untereinander aus?

Insbesondere bei den vier großen Tagungen im Jahr findet ein reger Austausch unter den Stützpunktkoordinatoren statt. Zunächst treffen sie sich im Januar beim "Seminar für Fußballentwicklung" mit allen Verbandssportlehrern sowie den Trainern der U-Nationalmannschaften. Im Mai und September folgen dann dezentrale Tagungen an den Sportschulen, an denen alle 29 Koordinatoren teilnehmen, über ein bestimmtes Thema diskutieren und sich fortbilden. Den Jahresabschluss bildet schließlich die Jahrestagung in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main.

Darüber hinaus kommen die Koordinatoren aus den umliegenden Landesverbänden regelmäßig zu regionalen Treffen zusammen, um sich zu auszutauschen und Projekte voranzutreiben. Daneben wird in den Arbeitsgruppen auch per Videokonferenz über verschiedenste Themen diskutiert. Im Rahmen eines Mentorenprogramms erhalten neue Koordinatoren zudem die Möglichkeit, bei ähnlich gelagerten Landesverbänden zu hospitieren und von ihren erfahrenen Kollegen zu lernen.

Wie sind die Abläufe bei den angesprochenen Tagungen?

Die Tagungen finden meist über mehrere Tage in einer Sportschule statt. Neben Workshops stehen auch Meetings in den Arbeitsgruppen und viel Praxis auf dem Platz auf dem Programm. Da die Koordinatoren vor Ort übernachten und gemeinsam essen, bieten sich hier viele Möglichkeiten, den Diskurs auch darüber hinaus weiterzuführen.

Welche Qualifikation muss ein Stützpunktkoordinator mitbringen?

Gemeinsam mit den Landesverbänden wählt der DFB die Stützpunktkoordinatoren aus. Dabei wird ein klares Trainerprofil gesucht. Zu den wichtigsten Anforderungen an einen Stützpunktkoordinator gehören:

  • Trainer-Lizenz: Fußball-Lehrer oder mindestens A-Lizenz und einen sportakademischen Abschluss (zum Beispiel Studium im Bereich Sportmanagement, Sportwissenschaft oder Diplom-Sportlehrer),
  • langjährige (Jugend-)Trainertätigkeit, bei der er bestenfalls verschiedene Facetten kennengelernt hat (zum Beispiel im Leistungszentrum, im Amateurverein oder bei einem Verband)
  • hohe Affinität zum Kinder- und Jugendfußball

Autor: Patrick Schmitz/FUSSBALL.DE

 

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