Westdeutscher Fussballverband e.V.
Herren-Regionalliga West 08.08.2022

Torspektakel in der Regionalliga West: 8:0! RW Ahlen stellt Vereinsrekord auf

3. Spieltag in der Herren-Regionalliga West

RW Ahlen ließ das Tornetz gegen Wattenscheid ordentlich wackeln. (Symbolfoto: Getty Images)
RW Ahlen ließ das Tornetz gegen Wattenscheid ordentlich wackeln. (Symbolfoto: Getty Images)

Ex-Zweitligist Rot Weiss Ahlen baute am 3. Spieltag in der Regionalliga West seinen ohnehin schon guten Saisonstart weiter aus. Nach vier Punkten aus den ersten beiden Begegnungen landete das Team von Trainer Andreas Zimmermann mit dem 8:0 (1:0) gegen Aufsteiger SG Wattenscheid 09 seinen bislang höchsten Sieg in der 4. Liga und stellte einen neuen Vereinsrekord auf. Gleichzeitig war es für die Gäste aus der Lohrheide die höchste Niederlage in der Regionalliga West. Zuletzt hatte der Traditionsklub in der Saison 1980/81 in der 2. Bundesliga bei Hertha BSC ebenfalls 0:8 verloren.

Highlight Clips bei SPORTTOTAL

Alle Treffer sehen Sie bei SPORTTOTAL: Alle der insgesamt 306 Partien der Regionalliga West-Spielzeit 2022/23 werden von SPORTTOTAL mit manuellen Kamera Setups aus den Stadien produziert und live kommentiert. Neben den Live-Übertragungen und VODs werden wenige Stunden nach Spielende Highlight Clips zu allen Partien zur Verfügung stehen. Zudem wird es eine Highlight Show geben, die für die Fans jeweils den gesamten Spieltag zusammenfasst. Alle Inhalte sind hier verfügbar und abrufbar: regionalliga-west.tv.

In der Geschichte der Regionalliga West in ihrer aktuellen Form (seit der Saison 2021/2013) gab es nur zwei deutlichere Ergebnisse. Rot-Weiss Essen bezwang den KFC Uerdingen 05 im Oktober 2021 sogar 11:0, die U 21 des 1. FC Köln setzte sich im Mai 2013 gegen die zweite Mannschaft des MSV Duisburg 9:0 durch. Ebenfalls mit acht Toren Unterschied siegten Rot-Weiss Essen gegen den TuS Erndtebrück (9:1 im August 2015) und der VfL Bochum II beim FC Hennef 05 (8:0 im August 2014)

Dabei sah es in Ahlen lange Zeit keineswegs nach einem Rekordergebnis aus. Zur Pause führten die Gastgeber nach einem Treffer von Mittelfeldspieler André Dej (37.) lediglich 1:0. In der zweiten Halbzeit spielten sich die Ahlener jedoch in einen Rausch und schraubten das Ergebnis durch Tore von Kapitän Cihan Özkara (46., Foulelfmeter/74.), Hakan Sezer (58.), Hüseyin Bulut (65.) sowie der beiden eingewechselten Jan Holldack (81./88.) und Gianluca Marzullo (83.) in die Höhe.

Während die SG Wattenscheid 09 nach drei Partien mit null Punkten und 2:16 Toren am Tabellenende rangiert, kletterte Rot Weiss Ahlen mit jetzt sieben Zählern und 11:2 Treffern auf Rang zwei. Nur Titelfavorit und Nachbar SC Preußen Münster liegt mit der optimalen Ausbeute von neun Zählern vor den Rot Weissen.

Auch Aufsteiger 1. FC Düren sorgt weiter für Furore, hat nach dem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach ebenfalls sieben Zähler auf dem Konto und ist weiterhin unbesiegt. Dabei bewies Trainer Giuseppe Brunetto ein glückliches Händchen, denn der einzige Treffer der Partie ging in der Schlussphase auf das Konto des eingewechselten Vincent Geimer (87.). Die Gladbacher warten weiter auf ihren ersten Sieg.

Martina Voss-Tecklenburg sieht Straelens Niederlage

Für Traditionsverein Rot-Weiß Oberhausen war das 2:1 (2:0) gegen den SV Straelen auch der zweite Dreier in der noch jungen Spielzeit (bei einem Remis). Vor 2400 Zuschauer*innen, darunter Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, deren Ehemann Hermann Tecklenburg Präsident beim SV Straelen ist, brachte RWO-Defensivspieler Tanju Öztürk (8.) die "Kleeblätter" per Kopfball schon früh auf die Siegerstraße. Fabian Holthaus (38.), der den ersten Treffer vorbereitet hatte, traf mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 2:0. Nach der Pause konnte Said Harouz (72.) für die Mannschaft von Straelens neuem Trainer Sunday Oliseh nur noch verkürzen. Im zweiten Saisonspiel war es die zweite Niederlage.

Meisterschaftsaspirant Wuppertaler SV konnte auch sein zweites Heimspiel nicht gewinnen, kam gegen den SC Wiedenbrück nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Dabei geriet der WSV durch Tore von Manfredas Ruzgis (15.) und Benedikt Zahn (69.) sogar zweimal in Rückstand. Ein kurioses Eigentor von Wiedenbrücks Abwehrspieler Maik Amedick (17.), dessen Rückpass Torhüter Marcel Hölscher nicht am Überschreiten der Torlinie hindern konnte, und ein Joker-Tor von Moritz Montag (73.), der erst zwei Minuten zuvor eingewechselt worden war, sicherten den Bergischen vor 1456 Besucher*innen im Stadion am Zoo zumindest das Remis. Beide Teams haben jetzt vier Punkte auf dem Konto.

Autor*in: WDFV.de/mspw

Spielberechtigungen Regionalliga West