Westdeutscher Fussballverband e.V.
Herren-Regionalliga West 04.03.2022

WDFV-Sportgericht wertet abgebrochenes Spiel mit 2:0 für Preußen Münster

Das Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) hat am Freitag, 04. März 2022, in einer mündlichen Verhandlung entschieden, dass das am 20. Februar 2022 abgebrochene Spiel in der Herren-Regionalliga West zwischen Rot-Weiss Essen und dem SC Preußen Münster mit 2:0-Toren und 3 Punkten für Münster als gewonnen gewertet wird. 

Die Begegnung im Essener Stadion an der Hafenstraße war in der 74. Minute beim Stande von 1:1 von Schiedsrichter Christian Scheper zunächst für mehr als 20 Minuten unterbrochen und danach abgebrochen worden, nachdem im Bereich eines Essener Zuschauerblocks ein Böller geworfen wurde, der anschließend im Innenraum explodierte. Mehrere Personen mussten im Anschluss medizinisch behandelt werden.

Das WDFV-Sportgericht unter dem Vorsitz von Hubert Jung (Fußball-Verband Mittelrhein) verwies in der Urteilsbegründung darauf, dass der Schiedsrichter das betreffende Spiel zu Recht abgebrochen hat. Das Sportgericht hat keine Veranlassung zu glauben, dass der Abbruch auf Veranlassung des Vereins Preußen Münster vorgenommen wurde. Als Rechtsfolge ist laut WDFV-Spielordnung in Paragraph 43, Absatz 2, Nummer 5, die Spielwertung vorgegeben. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Im Zusammenhang mit einem weiteren Verfahren zu einem Vorfall vom 05. November 2021 beim Spiel von RW Essen bei Borussia Mönchengladbach U 23 wird gegen den Verein Rot-Weiss Essen wegen unsportlichen Verhaltens des dem Verein zuzurechnender Anhänger eine Gesamtgeldstrafe von insgesamt 15.000 Euro verhängt. Zudem wurde entschieden, dass im nächsten Heimspiel der Essener Regionalliga-Mannschaft nach Rechtskraft des Urteils bestimmte Tribünenbereich im Essener Stadion für Zuschauer gesperrt sind.

Autor/-in: WDFV.de

 

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