Westdeutscher Fussballverband e.V.
Verbandsmeldungen 02.04.2020

Westdeutscher Fußball trauert um Andreas Thiemann

WDFV-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses

Andreas Thiemann (50) war seit 2013 der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses des WDFV (Foto: FVN).
Andreas Thiemann (50) war seit 2013 der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses des WDFV (Foto: FVN).

Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) trauert um sein Präsidiumsmitglied Andreas Thiemann. Der Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses ist im Alter von 50 Jahren verstorben. Die Nachricht, dass Andreas Thiemann nicht mehr unter uns weilt, hat den westdeutschen Fußball tief erschüttert. Die Fußballfamilie in Nordrhein-Westfalen hat einen lieben Menschen und Mitstreiter verloren. 

Andreas Thiemann hat sich in vielerlei Hinsicht um den Fußball und im Besonderen um das Schiedsrichterwesen verdient gemacht. In den vergangenen Jahren widmete er sich überaus engagiert der ehrenamtlichen Verbandsarbeit. Mit seinem Wirken hinterließ er Spuren und erarbeitete sich viel Respekt. Der Moerser wirkte auf Kreisebene ebenso wie in seinem Landesverband, dem Fußballverband Niederrhein (FVN), und im Regionalverband in den verschiedensten Gremien mit. Sein fundiertes sportliches Fachwissen brachte Andreas Thiemann auch im Schiedsrichterausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein.

Peter Frymuth, Präsident des WDFV und des FVN: "Als ich die Nachricht von Andreas‘ Tod bekam, wollte ich es nicht glauben. Ich bin erschrocken, fassungslos und einfach nur tieftraurig – so wie alle seine vielen langjährigen Freunde und Wegbegleiter im Fußballkreis Moers und im gesamten Verband. Für unsere Schiedsrichterfamilie war er seit zwei Jahrzehnten wichtiger Ansprechpartner und Ratgeber. Die unfassbare Nachricht lässt bei uns jetzt alles andere in den Hintergrund rücken. Wir alle werden Andreas sehr vermissen."

Im Alter von 17 Jahren hatte Andreas Thiemann zur Pfeife gegriffen. Im Oktober 1985 legte er die Schiedsrichterprüfung ab und leitete anschließend zahlreiche Spiele bis hoch zur Verbandsliga. Daneben war er seit 1995 im Schiedsrichter-Ausschuss des Fußballkreises Moers als Lehrwart tätig, dort übernahm er 2001 den Vorsitz und behielt ihn sechs Jahre lang. Aufgrund seines guten Führungsstils erkannte auch der FVN die Fähigkeiten des an einem Dinslakener Gymnasiums als Lehrer tätigen Studiendirektors. So kam er 2007 in den FVN-Schiedsrichterausschuss, dessen Vorsitzender er 2013 wurde. Darüber hinaus fungierte er sechs Jahre lang von 2004 bis 2010 als Geschäftsführer im Fußballkreis Moers. Seinem Verein SV Scherpenberg hielt er seit 1985 die Treue.

Für den Westdeutschen Fußballverband (bis 2016 Westdeutscher Fußball- und Leichtathletikverband) engagierte sich Andreas Thiemann unter anderem im Schiedsrichterausschuss. Mit seiner einstimmigen Wahl zum Vorsitzenden des Gremiums auf dem Verbandstag 2013 rückte er auch ins Präsidium des Regionalverbandes auf. Auf den Verbandstagen 2016 und 2019 wurde er diesen Ämtern bestätigt. Andreas Thiemann gehörte zudem dem WDFV-Fußballausschuss und dem Beirat an. In diesen Gremien war bis zuletzt tätig.

Andreas Thiemann organisierte mit großer Freude die Schiedsrichter-Ansetzungen in der Regionalliga West, übernahm regelmäßig Spielbeobachtungen und galt sowohl bei den Vereinen als auch für die Referees als vertrauter Ansprechpartner. Wenn Probleme auftraten, war er sofort hilfreich zur Stelle. Andreas Thiemann warb mit Nachdruck für Fair-Play. „Wenn sich alle am Spiel Beteiligten der Fairness verpflichten, ist Fußball wirklich die schönste Nebensache der Welt. Schiedsrichter inbegriffen“, war sein Credo. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim WDFV war er ein wichtiger Ratgeber.

Der westdeutsche Fußball trauert um einen verdienten Menschen. Wir sind zugleich sehr dankbar für seine Lebensleistung für den Fußball. Seinen Angehörigen gilt die große Anteilnahme der gesamten Fußballfamilie im Westen.

WDFV/FVN

 

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