Westdeutscher Fussballverband e.V.
Gesellschaftliche Verantwortung 09.10.2020

"Zwischen Erfolg und Verfolgung"

Wanderausstellung in der Bochumer Innenstadt

Zum Informieren und Erinnern: Skulpturen deutscher Sportler jüdischer Herkunft (Foto: © DFB)
Zum Informieren und Erinnern: Skulpturen deutscher Sportler jüdischer Herkunft (Foto: © DFB)

Skulpturen deutscher Sportler jüdischer Herkunft – von Fußballnationalspielern über Turn-Olympiasieger bis hin zum Schachweltmeister – regen in der Bochumer Huestraße zum Verweilen, Informieren und Erinnern an.

"Die meisten Skulpturen stellen Personen dar, die durch die Verfolgung während der nationalsozialistischen Herrschaft in Vergessenheit geraten sind. Sie als markante Beispiele zurück in die Erinnerung zu holen, ist die Intention dieser Ausstellung", sagte Dr. Henry Wahlig zur Eröffnung einer Wanderausstellung in Bochum. Der Sporthistoriker des Deutschen Fußballmuseums ist Mitkurator von "Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach". 

Nach ihrem Auftakt 2015 in Berlin ist die Ausstellung des Zentrums deutsche Sportgeschichte e. V. und der Universitäten Potsdam und Hannover nun zum 17. Mal zu sehen. Diesmal also in der Bochumer Innenstadt.

Eine Skulptur zu Erich Gottschalk ist die Besonderheit der 17. Ausstellung, erweitert sie den Kreis der Skulpturen in Bochum doch von ursprünglich 17 auf 18. Auf Initiative des Fanprojektes Bochum wurde die Geschichte von Erich Gottschalk aufgearbeitet und mit der Skulptur präsentiert. Gottschalk spielte bis zur Zwangsauflösung des Vereins bei Hakoah Bochum, er wurde mit seiner Mannschaft 1938 der letzte deutsche Fußballmeister in der durch den Ausschluss jüdischer Sportler aus den Vereinen entstandenen jüdischen Meisterschaft. Unmittelbar danach floh Gottschalk mit seiner Familie in die Niederlande, von wo aus die Gottschalks dann aber doch nach Auschwitz deportiert wurde. Erich Gottschalk überlebte als einziger seiner Familie den Holocaust und starb 1996.

Den kompletten Text zur Wanderausstellung in Bochum finden Sie hier auf der Homepage des DFB.

Autor: DFB/fs

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