Westdeutscher Fussballverband e.V.

Arbeitshilfe DFBnet: „Spielabbrüche“

Entscheidungen zu spieltechnischen Wertungen bei Spielabbrüchen

Zum neuen Spieljahr 2020/21 stellt der WDFV im DFBnet Modul „Sportgerichtsbarkeit“ den Sportrichtern erstmals Mustertexte zur Bearbeitung von Spielabbrüchen zur Verfügung. Die Verwendung der Mustertexte dient wie bereits in den anderen Bereichen vor allem der einfacheren Durchführung des Sportrechtsverfahrens sowie der Vereinheitlichung der Sportrechtsprechung.

Anhand dieser Arbeitshilfe soll der Umgang mit einem Spielabbruch und dessen Bearbeitung mit dem Modul „Sportgerichtsbarkeit“ aufgezeigt werden. Die einzelnen Verfahrensschritte können am Ende dieser Seite je nach Bedarf direkt aufgerufen werden. Die Schritte bauen allerdings zwingend aufeinander auf. Bei einem anderen Vorgehen, ist die Arbeitshilfe daher nicht zu verwenden. 

Einführung

Die Voraussetzungen für einen Spielabbruch sind in § 36 WDFV-Spielordnung geregelt. Die Entscheidungsgewalt über einen Spielabbruch liegt allein beim Schiedsrichter, wobei seine Entscheidung grundsätzlich eine unabänderliche Tatsachenentscheidung darstellt.

Bei den Rechtsfolgen sind im Zusammenhang mit einem Spielabbruch zwei verschiedene Entscheidungen zu unterscheiden. Auf der einen Seite ist immer über die Spielwertung zu entscheiden. Auf der anderen Seite ist oft – sofern ein Verschulden von Beteiligten vorliegt – ein Sportstrafverfahren einzuleiten und durchzuführen. Spielwertungs- und Sportstrafverfahrens sind stets zwei verschiedene Verfahren. Im Modul „Sportgerichtsbarkeit“ sind daher auch zwei Verfahren anzulegen und durchzuführen. Die Rechtsfolgen für die Spielwertung richten sich nach §§ 36, 43 WDFV-Spielordnung bzw. bei den Junioren ggf. ergänzend nach § 24 WDFV-Jugendspielordnung. Die Rechtsfolgen für das Sportstrafverfahren ergeben sich aus der WDFV-Rechts- und Verfahrensordnung.

Spielberechtigungen Regionalliga West